26 Juli 2011 - 19:30

Der Versuch des bahrainischen König Hamad bin Isa Al Khalifa, durch saudische Truppen die Bevölkerung einzuschüchtern ist ineffektiv und nicht gemäß dem Protokol-sagt eine bahrainische Aktivistin.

Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, soll die bahrainische Aktivistin Zainab Al Khawaja gesagt haben, dass die Einschüchterung seitens des bahrainischen Regimes zusammen mit den Saudis nicht im Einklang mit internationalen Protokollen stünde, und ineffektiv seien.In einem Interview erzählt die Aktivistin Zainab Al Khawaja uns von der bahrainischen unabhängigen Kommission und der Gewalt die noch immer gegen friedliche Demonstranten eingesetzt wird.Frage: Wir haben von einer Untersuchung des bahrainischen Regimes gehört, welche am Sonntag in Kraft treten soll. Ich weiß nicht ob Sie schon davon wissen. Wird die Regierung den Untersuchern den Zugang zu allen informationen geben, und jeden Fakt herausfinden lassen, auch über die saudische Niederschlagung? Und was wird Ihrer Meinung nach das Ergebnis sein?Al Khawaja: Die Kommission die derzeit tätig geworden ist, ist unter der Leitung von Professor cherif Bassiouni. Sie haben ihre Arbeit gerade erst aufgenommen, vor zwei Tagen. Sie haben eine Pressekonferenz geführt in der sie über ihre Tätigkeiten berichtet.Natürlich kann nur die Zeit zeigen, wieviel sie in der Lage sind herrauszufinden, und wie unabhängig sie wirklich sein können. Viele in Bahrain haben diese Frage in ihren Köpfen, und keiner ist sicher denn die Kommission wurde durch den König Hamad ibn Isa Al Khalifa veranlasst.Das bringt viele Fragen auf, zum Beispiel wie unabhängig sie wirklich sein können, wie weit sie gehen können und was sie sagen dürfen und was nicht, sowie die Fragen wer für all das verantwortlich ist.Frage: Wir sehen dass Bahrainer sagen dass sie täglich demonstrieren, da ihre Forderungen nicht erfüllt worden sind, und keine der Gefangenen freigelassen wurden, und die politischen und sozialen Reformen nicht durchgesetzt worden waren.Erstens: Denken sie dass die Untersuchung zumindest einige der Reformen bringen werden- nicht nur die Freilassung politischer Gefangener sondernn auch tiefere Reormen auf sozialer und politischer Basis?Al Khawaja: Das wirklich traurige ist, es ist sehr schwer positiv zu sein zur Zeit, dass die Verletzungen derzeit auf der Straße weitergehen, während die Untersuchungen stattfinden. Was normalerweiße passiert ist, dass die Regierung die Verletzungen beenden würde, sie bereuen würde, und eine Kommission einsetzen würde um zu untersuchen was geschehen ist. Was in Bahrain geschieht ist aber nicht das. Es ist sehr komisch. Zur selben Zeit in der die Kommission untersucht was genau im Februar und März passiert ist, gehen die Gewaltausübungen weiter.Am Abend der Pressekonferenz war ein junger Mann blutig geschlagen worden, und hinter eines der Häuser geworfen worden. Er wurde in letzter Sekunde gerettet als Leute die an ihm vorbeiliefen auf ihn aufmerksam wurden. Dies ist unakzeptierbar.Wie sollen die Bahrainer so ewas glauben was eine Kommission ihnen erklärt, wenn sie nicht einmal Sicherheit haben , aus ihren eigenen Häusern herauszukommen.Durch die Untersuchung wird der König zeigen, dass er sich um die Bahrainer kümmert, und was ihnen passiert, und dass die Gewalt aufhört, obwohl es immernoch weitergeht.Viele Bahrainer werden derzeit, wenn sie aus ihren Häusern herauskommen geschlagen. Sie sagen wo ist die Kommission? Sie sollten sich darum kümmern, das erstmal die Gewalt aufhört, bevor die Untersuchungen weitergehen.Wie sie gesagt haben, die Proteste werden nicht nachlassen, und ich glaube nicht dass es bald geschen wird. Jeden Tag sind die Leute draußen. Wenn sie aus der Haft freikommen gehen sie wieder auf dei Straße, mit noch größeren Forderungen, und wir wollen politische Gefangene befreit sehen.Wir wollen das System in diesem Land geändert haben. Wir wollen keine systematische Folter, wir wollen die Menschen repräsentiert haben.Vor diesem Anruf habe ich mit meinem Vater telefoniert, der eine lebenslange Haftstrafe absitzt, und das in einem Mililtärgefängnis, nur weil er ein Menschenrechtsaktivist ist. Er sagte mir er habe eine Nachricht für die Bahrainer, nämlich dass wir weitermachen auf diesem Weg, und niemals aufhören und die Geduld haben weiterzumachen und immer weiter ohne aufzugeben. Wir sollen unsere Rechte einfordern, immer und immer wieder.Ich fühle mich genauso. Noch mehr will ich die Freilassung meines Ehemannes und meines Vaters. Ich will Freiheit für Bahrain.